Das Erlebnis Tanzania

Kann man das Erlebnis Tansania in einen geistigen Schnappschuss fassen? Vielleicht die Tausende und Abertausende von Gnus, die durch den Instinkt vereint auf ihrer jährlichen Wanderung durch die Serengeti ziehen? Oder die Elefantenfamilie, die durch den breiten, schlammigen Rufiji/Tarangire-Fluss watet? Wie wäre es mit einem Rudel satter Löwen, die auf dem grasbedeckten Boden des majestätischen Ngorongoro-Kraters in der Sonne dösen? Gewiss, es sind solche Bilder, die einem meist in den Sinn kommen, wenn man an Tansania denkt. Und das ist gut so!

Tansania ist wahrhaftig ein Safari-Ziel, das seinesgleichen sucht. Die Statistiken sprechen für sich: kein anderes Land der Welt hat ein Viertel seiner Fläche für Naturschutzzwecke reserviert; der weltbekannte Serengeti-Nationalpark und das riesige Selous-Wildreservat sind dabei bloß die auffallendsten Teile eines reichen Mosaiks von unter Schutz stehenden Gebieten, in denen schätzungsweise 20 Prozent aller großen afrikanischen Säugetiere leben.

Doch Tansania bietet mehr als nur Safaris. Mit dem Kilimanjaro und dem Meru finden sich hier der höchste und der fünfthöchste Gipfel des Kontinents. Und mit dem Victoriasee, dem Tanganjikasee und dem Nyasasee die drei größten Seen Afrikas. Dann lockt natürlich die zauberhafte Gewürzinsel Sansibar, der Höhepunkt der weiten Küste des Indischen Ozeans, einer Küste, die auch sonst große Anziehungskraft ausübt dank ihren vielen zauberhaften Stränden, spektakulären Tauchgründen und geheimnisvollen mittelalterlichen Ruinen.

Doch das ist noch nicht alles: An den sandigen Ufern des Tanganjikasees erheben sich die bewaldeten Gombe-Stream- und Mahale-Mountains-Nationalparks und wetteifern, welcher von ihnen der beste Ort der Welt sei, um wilde Schimpansen aufzuspüren. Weniger weit weg von der Meeresküste liegen die einsamen Massive der bisher wenig bekannten Eastern Arc Mountains, die wegen ihres Reichtums an dort heimischen Pflanzen und Tieren das „Afrikanische Galapagos“ genannt werden. Schließlich spiegelt sich Tansanias atemberaubender Naturreichtum in der kulturellen Vielfalt der 120 verschiedenen Stämme, die so unterschiedlich sein können wie die majestätischen Massai-Hirten des Rift-Valleys, die von der arabischen Kultur beeinflussten Swahili der Küste und die als Jäger und Sammler am Eyasi-See lebenden Hadzabe.

Wie soll man also all die Erlebnisse, die einem dieses Land bietet, auf den Punkt bringen? Höhepunkte, so einzigartig und verschieden wie der Kilimanjaro, Sansibar, der Tanganjikasee, die Serengeti und das Selous? Erlebnisse, die für manche Besucher ausgedehnte Wandertage an den eiskalten oberen Hängen von Afrikas faszinierendsten Gipfeln umfassen, die andere auf einmalige Safaris führen und danach zu einem Aufenthalt an einem idyllischen Strand des Indischen Ozeans, die nochmals andere fasziniert in die Augen von an Menschen gewöhnten Schimpansen schauen oder sie in den spektakulären Riffs vor Mafia tauchen lassen oder sie als Rucksacktouristen durch die von der Zeit vergessenen Häfen und bröckelnden Ruinen der halbvergessenen Südküste führen?

Nun, was Tansanias mannigfaltige Attraktionen zusammenhält, sind natürlich die Menschen, die in diesem Land wohnen. Sie sind berechtigterweise stolz auf ihren tief wurzelnden Sinn für Toleranz und Friedfertigkeit. Und tatsächlich, trotz seiner ethnischen Vielfalt hat Tansania als vielleicht einziges Land Afrikas die modernen politischen Herausforderungen bestanden: den Übergang von kolonialer Abhängigkeit zur unabhängigen Nation, von einer sozialistischen Staatswirtschaft zur freien Marktwirtschaft, vom Einparteiensystem zur lebendigen Demokratie – und all dies, ohne dass es je zu länger anhaltenden Unruhen in der Bevölkerung oder zwischen den Ethnien gekommen wäre.

In den vergangenen 20 Jahren ist aus dem zuvor vergleichsweise wenig bekannten Tansania eines der dynamischsten und beliebtesten Reiseziele Afrikas geworden: ein Land, dessen großartige Naturvielfalt ergänzt wird durch die natürliche Gastfreundschaft der Menschen, die hier leben. Das Erlebnis Tansania auf den Punkt zu bringen? Eigentlich ganz einfach. Man kann es in einem einzigen Wort festhalten, das alle Besucher und Besucherinnen jeden Tag mindestens ein Dutzend Mal hören, egal wo und auf welche Art sie in Tansania gerade unterwegs sind: im lächelnden, herzlichen Swahili-Gruß „Karibu!“ – Willkomen!

Tanzania national parks brochure

Cover Tanzania National Parks brochure

 

 

Topis running

 

Lion and Elephants

 

Boat on Lake Tanganyika

 

Baby chimpanzee

 

Mount Kilimanjiaro