UNTERNEHMENSDATEN

2015-06-09

INHALT

DAS ARUSHA-MANIFEST

Arusha National ParkVor fast 50 Jahren erkannte der erste Präsident der Vereinigten Republik Tansanias, der nun verstorbene Mwalimu Julius K. Nyerere, die große Bedeutung der Wildtiere für das Land. Im September 1961 hielt er auf einem Symposium zum Schutz der Natur und der natürlichen Ressourcen eine Rede, die die Basis für den Naturschutz im jetzigen unabhängigem Tansania gelegt hat und die als das Arusha-Manifest bekannt wurde:

"Das Überleben unserer Wildtiere ist ein sehr wichtiges Anliegen von uns allen in Afrika. Diese ungezähmten Geschöpfe in ihrer natürlichen Umgebung sind nicht nur eine Quelle des Erstaunens und der Inspiration, sondern auch ein unverzichtbarer Teil unserer Naturschätze und unserer zukünftigen Lebensqualität.
Indem wir die Verantwortung für den Erhalt unserer Wildtiere annehmen, erklären wir feierlich, dass wir alles in unserer Macht stehende tun werden, damit sich auch unsere Urenkel noch an diesem reichen und wertvollen Erbe erfreuen können.
Der Schutz der Wildtiere und Wildlandschaften erfordert Fachwissen, geschulte Arbeitskräfte und Geld, und wir suchen die Zusammenarbeit mit anderen Nationen bei dieser wichtigen Aufgabe – einer Aufgabe, deren Erfolg oder Misserfolg nicht nur den afrikanischen Kontinent, sondern die ganze Welt betrifft."

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GrÜndung

Giraffe in the sunsetDie als heute Tanzania National Parks (TANAPA) bekannte Organisation wurde in 1959 von der Tanganyika National Parks Verfügung CAP [412] gegründet, und mit ihr der erste National Park Serengeti. Aktuell wird TANAPA von der National Parks Verfügung 282 der Gesetzte geregelt, die in 2002 komplett überarbeitet wurden. Der Naturschutz  in Tansania ist durch den Wildlife Conservation Akt von 1974 geregelt, welcher dem Staat erlaubt neue geschützte Gebiete zu errichten und diese dementsprechend zu bewirtschaften.  Den National Parks wird der höchste Schutz der Umwelt und der Natur bereitgestellt. Mittlerweile zählen 16 National Parks zu TANAPA, die zusammen ungefähr 57,024 Quadratkilometer erfassen.

 

 

 

 

 

S/N

Name

Area (km2)

1.

Ruaha National Park

20,300

2.

Serengeti National Park

14,763

3.

Katavi National Park

4,471

4.

Mkomazi National Park

3,245

5.

Mikumi National Park

3,230

6.

Tarangire National Park

2,600

7.

Udzungwa Mountains National Park

1,900

8.

Kilimanjaro National Park

1,668

9.

Mahale Mountains National Park

1,618

10.

Saadani National Park

1,100

11.

Arusha National Park

552

12.

Rubondo Island National Park

457

13.

Kitulo National Park

413

14.

Lake Manyara National Park

648

15.

Gombe National Park

56

16.

Saanane National Park

2.8

 

TOTAL

57,023.8

Der Naturschutz und eine umfassende Entwicklung des Tourismus in allen National Parks ist von oberster Priorität für die Organisation.

Die Haupteinkommensquelle von TANAPA ist der Natur und Wildtier basierender Tourismus. Dieses Einkommen wird wiederum in das Management, die Regulationen und das Erfüllung anderer organisatorischen Aufgaben in den National Parks reinvestiert.

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HauptaktivitÄten

Die primäre Funktion der Tansania National Parks ist der Schutz der Natur und Umwelt. Die 16 National Parks, die zusammen eigentlich den Kern eines viel größeren Ökosystem bilden, wurden dazu bestimmt das Naturerbe des Landes zu erhalten und einen sicheren Nährboden für Flora und Fauna zu gewährleisten, geschützt vor den Interessenskonflikten der wachsenden Bevölkerung

TANAPA ist insbesondere für die folgenden Funktionen zuständig:

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VISION

Vision
Nachhaltiger Naturschutz und außergewöhnliche Dienstleistungen im Tourismusbereich

Mission
Nachhaltiger Schutz der Parkentwicklung

Mandat
Unser Auftrag besteht darin, die Parkressourcen und ihre ästhetischen Werte zum Nutzen heutiger und zukünftiger Generationen dauerhaft und nachhaltig zu schützen und zu verwalten, sowie hochklassige Tourismusprodukte und -dienstleistungen erfolgreich anzubieten.

REGISTRIERTES OFFICE & ORGANISATORISCHE HAUPTSITZ
Mwalimu J.K. Nyerere Conservation Centre,
Burka Estate, Dodoma Road,
P.O.  Box 3134, Arusha.
Tel: +255 27 2503471/2501930
Fax:         +255 27 2508216
Email: dg@tanzaniaparks.com
             info@tanzaniaparks.com
Website: www.tanzaniaparks.com

Hauptministerium
Ministry of Natural Resources & Tourism,
P.O. Box 9372, Dar es Salaam.
Tel:        +255 22 2864230
+255 22 2861870 / 74
Fax:        +255 22 2864234
Email:  ps@mnrt.go.tz
Website: www.mnrt.go.tz

Wirtschaftsprüfer, REVISOR  UND HAUPTPRüfer
Office of the Controller and Auditor General,
The National Audit Office, Samora/Ohio Street,
P.O.  Box 9080, Dar es Salaam.
Tel: +255 22 211 5157
Fax: +255 22   211 7527
Email:    ocag@nao.go.tz
Website: www.nao.go.tz

BANK
CRDB (T) Ltd
National Bank of Commerce Ltd
National Microfinance Bank Ltd
Exim Bank (T) Ltd


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STEUERNDE GESETZLICHE MITTEL

Forest

Da TANAPA eine halbstaatliche Organisation ist, wird sie von einigen gesetzlichen Mitteln unter anderem dem National Parks Akts, Kapitel 282 von 2002 (revidierte Version) und dem Wildlife Conservation Akt Nr. 5 von 2009 geregelt. Ansonsten gibt es noch die Nationalen Grundsätze für National Parks in Tansania (in 2013 überprüft),  der fünf Jahres Corporate Strategie Plan (CSP), die Park spezifischen Unternehmensführungspläne (GMPs), die Entwicklung und Pacht Vereinbahrungsverfahren, wie auch andere relevante Nationale Gesetzte und Richtlinien.

Schutz der Park Ressourcen, Anlagen und Besucher

Es liegt in TANAPA’s Verantwortung die Sicherheit der Besucher, der Parkeinwohner und der Tier/Park Infrastruktur zu gewährleisten. Obwohl Sicherheit eines jeden Parkeinwohners eigene Verantwortung ist, stellt die Organisation Rangers zu Verfügung, die zusätzlich direkt dafür verantwortlich sind.

Um zu gewährleisten, dass die Rangers die richtigen Fähigkeiten haben um ihre Aufgaben standesgemäß zu erfüllen, werden verschiedene Arten von Trainings ausgeführt und spezielle Ausrüstung bereitgestellt. Die Trainings konzentrieren sich auf den Tierschutz, strategische Feldpatrouillenmethoden, intelligentes Versammeln im Einsatz und die Benutzung moderner Sicherheits- Ausrüstung.

Ökosystem, Gesundheitskontrolle und Verwaltung

Die National Parks verfügen über reichlich diverse Lebensräume  und Ökosysteme, die verschiedene Tierwelt Populationen ernähren. Reguläre Kontrollen dieser Systeme werden durchgeführt, um frühzeitig Hinweise auf zukünftige gefährliche Szenarien zu deuten. In allen Parks werden die Wetterdaten während des ganzen Jahres geprüft. Um die Population, die Größe, Trends und Verteilungen der Tierwelt festzulegen, werden regulär Zählungen durchgeführt.

Umweltprüfungen werden regelmäßig in den Besucheranlagen betrieben, für welche dementsprechend Empfehlungen gegeben werden, um Abweichungen die observiert worden waren, zu eliminieren. Alle Entwicklungsprojekte die in den Parks unternommen werden, unterziehen sich den Environmental Impact Assessment (EIA) Studien.
In allen National Parks wird die Gesundheit der Tiere streng beobachtet. Die Bestandsaufnahme, Kartierung und Ausrottung bestimmter angreifenden Spezies wird in bestimmten befallenen Parks durchgeführt. Frühes Verbrennen wird eingesetzt um die Auswirkung der Trockenzeitfeuer einzugrenzen und um das Futter der Pflanzenfresser für die Trockenzeit zu erhalten. Dies wird durch die Mosaikstruktur der verbrannten und nicht verbrannten Landstellen kreiert.
Tier und Umwelt bezogene Forschung in den National Parks werden in Zusammenarbeit mit der Tanzania Wildlife Research Institutre (TAWIRI) geleistet.

Gemeinschaftsunterstützung und Naturschutzschulung

Es werden diverse Vorgehensweisen eingesetzt um Naturschutzschulungen für verschiedene Interessengruppen bereitzustellen.

Die Organisation erstreckt finanzielle Unterstützung für 577 den National Parks angrenzenden Dörfern, um Gemeinschaftsentwicklungs-Projekten durch das Programm Support for Community Initiated Projects (SCIP) zu realisieren. Diese Projekte  konzentrieren sich auf die Ausbildung, Gesundheit, Verkehr und Wasserversorgung.

Die Organisation führt eine Machbarkeitstudie durch, um das Tanapa Income Generating Project (TIGPs) zu integrieren. Dies soll ergänzend zu dem SCIP, das Community Conservation Banks (COCOBA) und das VillageCommunity Banks (VICOBA) eingeführt werden. Das Ziel ist es effektiv dazu beizutragen, die Armut der umliegenden Dörfer zu beschränken, währenddessen man gleichzeitig deren Unterstützung für den Naturschutz erhält.

 

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BEITRAG AN ANDERE ORGANISATIONEN

Beach hutDie Organisation schätzt die Funktion und den Einsatz der verschiedenen Schwesterinstitutionen im Amt für Natürliche Ressourcen und Tourismus, das Mandat zu erfüllen. Als Erwiderung für die gute Zusammenarbeit und Bemühungen, unterstützt TANAPA Institutionen wie College of African Wildlife Management, Mweka, Pasiansi Wildlife Training College, TAWIRI und Tanzania Tourist Board (TTB).

Tourismus Entwicklung und Promotion
Weiterhin zählt der Tourismus zu der Haupteinkommensquelle der Organisation. Daher entwickelt und vermarktet TANAPA weitere Tourismusprodukte und Aktivitäten, um das Tourismuserlebnis weiterhin auszubauen. Analysen weisen darauf hin, dass neu entwickelte Tourismus Attraktionen einen signifikanten Einfluss auf den steigenden jährlichen Wachstum in Beliebtheit, Park Wert und Besucher Erlebnis und daher auch Besucherzufriedenheit haben.
Als eines ihrer Marketingstrategien, fördert die Organisation in Kollaboration mit anderen Interessensgruppen, die Touristenattraktion des Landes,  in und außerhalb des Landes.

Um den einheimischen Tourismus weiterhin zu fördern baut TANAPA preiswerte Unterkünfte in den Parks und ermutigt den privaten Sektor in logistische Dienste, die den lokalen Markt erzielen, zu investieren.

Auf die Verbesserung der Touristenanlagen in den Parks und dessen Umgebung wird auch hoher Wert gelegt.

Tourismus Leistung

Der jährliche Durchschnittswachstum bezüglich der Touristenanzahl in den vergangenen fünf Jahren, dh. Von 2008/2009 bis 2012/2013 beträgt 55,712 oder 8.1%. Das jährliche Einnahmenwachstum für den gleichen Zeitraum beträgt TZS 12.11 Milliarden oder 10.9%. Diese Kennzahlen konnten durch zwei spezifische Bemühungen der Organisation erreicht werden. Auf der einen Seite wurden die einzigartigen Attraktionen des Landes und dessen National Parks gut vermarktet, auf der anderen Seite wurde die Kundenbetreuung und Bewirtung der Gäste durch TANAPA Mitarbeiter und anderen Involvierten konstant verbessert.

Die Anzahl der Touristen in den National Parks in 2012/2013 betrug 901,892, von welchen 537,675 ausländische Touristen waren und 364,217 einheimische Touristen.

Ebenso betrugen die Einnahmen im Jahr 2012/2013 TZS 124,806 Milliarden, eine Zunahme von 0.04% im Vergleich zu dem vorigen Jahr, das Einnahmen von TZS 124,758 Milliarden erwies. Wie schon in einigen vergangenen Jahren erwiesen die National Parks Kilimanjaro und Serengeti ein Überschuss an Einnahmen, während Arusha, Tarangire und Lake Manyara gerade nur kostendeckende Einnahmen hatten. Es ist von Wichtigkeit, dass die National Parks Arusha, Tarangire und Lake Manyara  einen Überschuss an Einnahmen generieren und die sogenannten abhängigen National Parks (die restlichen elf Parks) wenigstens mit ihren Einnahmen die Kosten decken können und dass sie somit von dem Anhängigkeitssyndrome wegkommen.

Tabelle : Anzahl der Touristen Ankünfte in den National Parks für das Jahr 2012/2013

SN

PARKS

Ausländer

Einheimische

TOTAL

1

 ARUSHA

33106

33702

66808

2

 GOMBE

1094

760

1854

3

 KATAVI

1512

1623

3135

4

 KILIMANJARO 

54584

3876

58460

5

 KITULO 

117

292

409

6

 LAKE MANYARA

126124

52349

178473

7

 MAHALE MOUNTAINS

1032

42

1074

8

 MIKUMI

20308

21358

41666

9

 MKOMAZI

597

990

1587

10

 RUAHA

12963

8304

21267

11

 RUBONDO ISLAND

492

256

748

12

 SAADANI  

4185

11230

15415

13

 SERENGETI

175356

160821

336177

14

 TARANGIRE

102140

59652

161792

15

 UDZUNGWA  MOUNTAINS

3878

3871

7749

16 

 Saanane

187

5091

5278

 

 TOTAL

537,675

364,217

901,892

Tabelle: Fünf Jahres Besucher Statistik Trend 208/2009 – 2012/2013


S/N

Jahr

TOTALE ANZAHL DER BESUCHER

1

2008-2009

736,829

2

2009-2010

679,006

3

2010-2011

682,218

4

2011-2012

942,664

5

2012 – 2013

901,892

Besucher Statistik Für Fünf Jahren 2008/2009 – 2012/ 2013

Trotz einer geringen Abnahme der Besucherzahlen und einer minimalen Zunahme der Einnahmen, wurden die Zielsetzungen der Organisation weiterhin erriecht.

Um die Touristenaktivitäten des Parks kontinuierlich zu verbessern, hat TANAPA einige Tourismusprodukte in verschiedenen Parks entwickelt. Dazu gehören zum Beispiel: Eine VIP Route nach Mount Kilimanjaro, die Errichtung von Unterschlupfen entlang des Ufers des Mara Flusses im Serengeti National Park um Besuchern die Migration und Flussüberquerung der Gnus näherzubringen, Uferpromenaden und Nilpferd Aussichtspunkte in Lake Manyara und die Erweiterung des Wassertourismus und dessen Aktivitäten in den National Parks Saadani, Mahale, Gombe, Saanane und Rubondo Island. Diese neu entwickelten Tourismus Produkte sollen die Tourismusaktivitäten erweitern und daher Besucher dazu bringen mehr Tage in den National Parks zu verbringen. Andere geplante Tourismusaktivitäten sind Himmelwanderwege in Lake Manyara, Boot Ausflüge in Sannane und Saadani, Gleitschirmfliegen in bergigen National Parks und die Intensivierung von Lauf und Nacht Safaris in allen Parks.


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BETRIEBLICHE HERAUSFORDERUNGEN

WaterfallWirtschaftskrise

Trotz der anhaltenden wirtschaftlichen und sozialen Herausforderungen, konnte die Organisation das Mandat zufriedenstellend erfüllen. Die Wirtschaftskrise in der Euro Zone und die Sicherheitsinstabilität der benachbarten Länder haben einen großen Einfluss auf die Anzahl der ausländischen Besucher, die Haupteinkommensquelle von TANAPA. Besucher aus dem Ausland nahmen um 8.2% ab, von 581,620 auf 537,675 i, Jahr 2012/2013. Gemäss erwartetem Wachstumstrend hätte die Besucherzahl einen Anstieg von 5% erzielen sollen.

Unvorhersehbare Ereignisse

Unvorhersehbare Ereignisse, wie die durch starke Regenfälle verursachten Überschwemmungen, führten zu verheerenden Schäden der Strassen und Infrastruktur. Diese betroffenen Brücken, Strassen und Wege, besonders in den National Parks Lake Manyara, Tarangire, Ruaha, Saadani und Serengeti, benötigten bedeutende Sanierung. Dies beeinflusst die Zugänglichkeit und Betriebsfunktionen der Parks.

Erhaltungskosten

Das Erhalten der Parks bringt hohe Kosten mit sich, muss aber vollbracht werden, egal ob die Parks ausreichend Einnahmen erweisen oder nicht.

Seit 54 Jahren leitet  TANAPA eine wachsende Anzahl an National Parks. Um dies erfolgreich auszuführen hat TANAPA schon einige Herausforderungen bewältigt, einige die zum Teil auch außerhalb der Parks entstanden sind. Leider sind einige von denen Herausforderungen zu komplex oder umfassend, sodass TANAPA sie alleine nicht bewältigen kann. Dieser Bericht liefert einen Überblick der bedeutendsten Herausforderungen in der vergangenen Periode.

Das Viehgrasen in den Parks

Das Viehgrasen ist zu einer zunehmenden Herausforderung der Parks geworden. Wild und Viehtiere haben in der Vergangenheit üblicherweise in Weidewirtschaften miteinander koexistiert, sodass der optimaler Viehbestand mit abwechselnden Grasen kombiniert wird, wie zum Beispiel in den Maasai Gemeinschaften. Allerdings zerstört die zunehmende menschliche Bevölkerung und der zunehmende Viehbestand, wie auch die technisch fortgeschrittene Landwirtschaft,  die traditionellen gemeinschaftlichen Weideländer.

Infolgedessen ist ein akuter Mangel an Grassland entstanden inmitten Viehpopulationen, Ackerland, Siedlungen und ungewissen Klimakonditionen. All diese Faktoren haben die einheimischen landwirtschaftsabhängigen Gemeinschaften mehrfach dazu gezwungen, illegal in die Parks einzudringen um nach Wasser, Futter und sogar Salzballen für ihre Tiere zu suchen.

Die Auswirkungen der Vieheinfälle in die Parks sind vielseitig und unterschiedlich in Art und Umfang. Die Überweidung kann das Grasland für die Wildtiere rasant verringern und somit sogar den Wildtierbestand reduzieren. Vieh überträgt auch Krankheiten, wie Anthrax, bösartiges Katarrhalfieber und Tollwut auf Wildtiere und könnte damit Epidemien in Wildtieren verursachen, die zu einem Massensterben führen kann.

Tourismusentwicklung außerhalb der National Parks

Seit kurzem wurde ein Anstieg der Anzahl an Übernachtungseinrichtungen zB. Zeltcamps, Hütten und Zeltplätze, wie auch Tourismusaktivitäten ausserhalb der Parks festgestellt. Diese Entwicklung ist zweideutig. Auf der einen Seite profitieren somit einheimische Gemeinschaften wirtschaftlich und müssen sich somit indirekt dazu verpflichten TANAPA und deren Naturschutz zu unterstützten. Auf der anderen Seite aber, können diese Entwicklungen zukünftige Konkurrenz von TANAPA darstellen. Diese Entwicklungen haben einen direkten Einfluss auf die Tragfähigkeit bestimmter Parks und somit auch auf das Besuchererlebnis.

Die Möglichkeit besteht, dass die Qualität der Waren und Dienstleistungen dieser Einrichtungen gefährdet wird, was wiederum die Besucheranzahl der Parks und des Landes beeinflussen kann.

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BERGBAU IN DEN NATIONAL PARKS

Tented CampDerzeit sind die zwei National Parks Lake Manyara und Saadani von Bergbauauswirkungen betroffen. Inmitten des Marang Waldes des Lake Manyara National Parks, werden die Edelsteine Alexandrit und Smaragd kleinräumig abgebaut.

In Saadani wird seit 1992, als es noch ein Wildreservat war, Salz abgebaut. Solche Tätigkeiten stellen große Gefahren für den Naturschutz und die Leitung der Parks dar, wie zum Beispiel Umweltverschmutzung wegen nicht-regulierter Abfallentsorgung, Einführung von invasiven Pflanzenarten, Wildern und die Zerstörung von Wildtier – Wanderungswege.

Wildern

Das Wildern ist weiterhin die größte Herausforderung für die National Parks. In letzter Zeit wurden in fast allen Parks besonders Elefanten gewildert und getötet.

Seit Jahrzehnten sind Gemeinschaften, die neben der National Parks liegen, von Lieferungen an Wildfleisch, Feuerholz, Grass und Futter der Parks abhängig. Wegen des Bevölkerungswachstums, stieg der Bedarf an Wildfleisch, das für den Eigenbedarf aber auch kommerziell benutzt wird, was wiederum die Folge hatte, dass gewilderte Produkte lokal und international gehandelt werden.

Um sich diesem Problem zu widmen, hat TANAPA die Anti-Wilderstrategien während der letzten Jahre ausnahmslos erweitert. Diese umfassen unter anderem eine Erhöhung der Budgetzuteilung, eine Erhöhung der Anzahl an Rangern und eine Verstärkung der Informationsbeschaffung und der strafrechtliche Verfolgungsmassnahmen.

Innovative Interventionsannäherungen, die auf TANAPA’s Erfahrungen basieren, werden verfolgt um die Wilderei und deren Bedrohung zu bekämpfen. Diese Ansätze müssen die Unterstützung der Interessengruppen wecken wie auch den allgemeinen politischen Willen.

Das heißt lediglich, dass TANAPA nicht in Isolation arbeiten kann. Es ist unsere Aufgabe jede Art von Unterstützung zu erstreben, um die von uns geleiteten wertvollen natürlich Ressourcen zu erhalten um die damit verbundene Freude und das Vergnügen für derzeitige und zukünftige Generationen zu gewährleisten. Wenn wir damit versagen, hat das nicht nur Auswirkungen auf Tansania, sondern auch auf die ganze Welt.